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Durch Christus neue Schöpfung

Zeitpunkt der letzten Bearbeitung

Sonntag, 17.03.2019, 17.15 Uhr


Aktuelles

Veranstaltungen

und Seminare

 

Bibelnachmittage in Gummersbach

 

Gastgeber:

Bibelgemeinde Gummersbach e. V.

Wo:
Hohe Straße 26, 51643 Gummersbach

 

Wann:
Sonntag, 10.03.2018, 15.00 Uhr

Thema:
Die Gewissheit unverbrüchlicher Gemeinschaft mit Gott

 
 

 

Beiträge (chronologisch)

 

2019

Sonntag, 17.03.2019 (11. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 45,1-15

Freitag, 08.03.2019 (10. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 44,18-34

Freitag, 01.03.2019 (8., 9. KW)

Heute erscheinen zwei neue Beiträge zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 44,1-17

Auslegung 1. Mose 43,15-34

Donnerstag, 14.02.2019 (7. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 42,28-43,14

Freitag, 25.01.2019 (3., 4. KW)

Heute erscheinen zwei neue Beiträge zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 42,1-27 (4. KW)

Auslegung 1. Mose 41 (3. KW)

Donnerstag, 10.01.2019 (2. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 40

 

 

2018

 

Dienstag, 25.12.2018 (51. KW)

Heute erscheinen zwei neue Beiträge zu den Predigten.

"Weihnachten - Eine Einladung zur selbstvergessenen Freude am ewigen Vater und seinem ewigen Sohn"

Predigt über Johannes 5,30-47
Predigt über Johannes 5,16-29

Donnerstag, 13.12.2018 (50. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 39

Donnerstag, 06.12.2018 (49. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 38

Donnerstag, 29.11.2018 (48. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 37

Freitag, 23.11.2018 (47. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 33

Donnerstag, 15.11.2018 (46. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 32

Freitag, 09.11.2018 (45. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 31,1-32,1

Freitag, 02.11.2018 (44. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 30,25-43

Donnerstag, 25.10.2018 (43. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 29,31-30,24

Freitag, 19.10.2018 (42. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 29,1-30

Donnerstag, 11.10.2018 (41. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 28,10-22

Donnerstag, 04.10.2018 (40. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 27,30-28,9

Donnerstag, 27.09.2018 (39. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 26,34-27,29

Donnerstag, 20.09.2018 (38. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 25,19-33

Montag, 17.09.2018 (37. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 22

Donnerstag, 06.09.2018 (36. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 21,1-21

Donnerstag, 30.08.2018 (35. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 20

Freitag, 24.08.2018 (34. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 19

Freitag, 17.08.2018 (33. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 18

Donnerstag, 09.08.2018 (32. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 17

Donnerstag, 02.08.2018 (31. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 16

Donnerstag, 26.07.2018 (30. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 15

Freitag, 20.07.2018 (29. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 13,3-14,24

Freitag, 13.07.2018 (28. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 12,4-13,2

Donnerstag, 05.07.2018 (27. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Einleitung in die Abrahamsgeschichte 1. Mose 12-25

Donnerstag, 28.06.2018 (26. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 6,15-23

Freitag, 22.06.2018 (25. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 6,1-10

Donnerstag, 14.06.2018 (24. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 5,14-21

Sonntag, 10.06.2018 (23. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 5,12-14

Dienstag, 29.05.2018 (22. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 5,1-11

Donnerstag, 24.05.2018 (21. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 4,9-25

Donnerstag, 17.05.2018 (20. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 3,27-4,8

Freitag, 11.05.2018 (19. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 3,9-20

Donnerstag, 03.05.2018 (18. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 3,1-8

Donnerstag, 26.04.2018 (17. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 2,17-29

Donnerstag, 19.04.2018 (16. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 2,1-16

Donnerstag, 12.04.2018 (15. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 42

Donnerstag, 05.04.2018 (14. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 40,15-41,26

Sonntag, 01.04.2018 (12., 13. KW)

Heute erscheinen zwei neue Beiträge zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 40,6-15 (13. KW)

Auslegung zu Hiob 38,39-40,5 (12. KW)

Donnerstag, 15.03.2018 (11. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 38,1-38

Samstag, 10.03.2018 (10. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 36-37

Donnerstag, 01.03.2018 (9. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 34-35

Freitag, 23.02.2018 (8. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 33

Donnerstag, 15.02.2018 (7. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 32

Donnerstag, 08.02.2018 (6. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 31

Samstag, 03.02.2018 (5. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 30

Samstag, 27.01.2018 (4. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 29

Donnerstag, 18.01.2018 (3. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 28

Samstag, 13.01.2018 (2. KW)

Heute erscheint ein neuer Bibelleseplan.

Bibelleseplan (Beitrag)

Donnerstag, 04.01.2018 (1. KW)

Heute erscheint ein Bibelleseplan für das Neue Jahr.

Bibelleseplan für das Neue Jahr

 

2017

Donnerstag, 21.12.2017 (51. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Weihnachtspredigt 2017 "Das Vorrecht, Gottes Kind zu sein"

Freitag, 08.12.2017 (49. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 27

Donnerstag, 30.11.2017 (48. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 25-26

Sonntag, 26.11.2017 (47. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 24,1

Samstag, 18.11.2017 (46. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 23

Freitag, 10.11.2017 (45. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 22

Freitag, 03.11.2017 (44. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 21

Donnerstag, 26.10.2017 (43. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 20

Donnerstag, 12.10.2017 (41. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 19,13-29

Donnerstag, 05.10.2017 (40. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 18,1-19,12

Donnerstag, 28.09.2017 (39. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 17

Donnerstag, 21.09.2017 (38. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 16

Donnerstag, 14.09.2017 (37. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 15

Donnerstag, 07.09.2017 (36. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 13,13-14,22

Freitag, 01.09.2017 (35. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 12,1-13,12

Donnerstag, 24.08.2017 (34. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 11

Donnerstag, 17.08.2017 (33. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 9,11-10,22

Donnerstag, 10.08.2017 (32. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 8,1-9,10

Freitag, 04.08.2017 (31. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zum Philemonbrief 15-25

Freitag, 28.07.2017 (30. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zum Philemonbrief 4-14

Samstag, 22.07.2017 (29. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zum Philemonbrief 1-3

Donnerstag, 13.07.2017 (28. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 3. Johannesbrief

Donnerstag, 06.07.2017 (27. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 2. Johannesbrief

Donnerstag, 29.06.2017 (26. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 5,14-21

Donnerstag, 22.06.2017 (25. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 5,4-13

Donnerstag, 15.06.2017 (24. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 4,17-5,3

Freitag, 09.06.2017 (23. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 4,7-16

Donnerstag, 01.06.2017 (22. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 4,1-6

Freitag, 26.05.2017 (21. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 3,11-24

Freitag, 19.05.2017 (20.  KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 2,29-3,10

Freitag, 12.05.2017 (19. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 2,7-28

Donnerstag, 04.05.2017 (18. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 1,1-2,6

Donnerstag, 17.04.2017 (17. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Gott spricht Sünder gerecht - gerechterweise

Donnerstag, 20.04.2017 (16. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 6-7

Donnerstag, 06.04.2017 (14. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 4-5

Donnerstag, 30.03.2017 (13. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Jakobus 5,12-20

Donnerstag, 23.03.2017 (12. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Jakobus 4,13-5,11

Donnerstag, 16.03.2017 (11. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.
Auslegung zu Jakobus 3,1-4,12

Donnerstag, 09.03.2017 (10. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.
Auslegung zu Jakobus 1,19-2,26

Donnerstag, 02.03.2017 (9. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.
Auslegung zu Jakobus 1,1-18

Donnerstag, 23.02.2017 (8. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.
Auslegung zu Hiob 1-3

Liebe Leserinnen und Leser,

 

diese Woche gibt es eine Weihnachtspredigt. Sie können sie auch mit anderen teilen und weitergeben, die nicht wissen, was Christen an diesem Fest eigentlich feiern. Weihnachten geht es um das Vorrecht, Gottes Kind zu sein, und zwar durch Gottes Sohn Jesus Christus, der für uns Mensch geworden ist. Der Apostel Johannes schreibt in seinem Evangelium etwas über dieses Vorrecht, in Joh. 1,9-14:

 

9)Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, war in die Welt gekommen. 10)Er war in der Welt, und obwohl die Welt durch ihn geschaffen worden war, erkannte sie ihn nicht.11)Er kam zu seinem Volk, aber sein Volk wollte nichts von ihm wissen. 12)All denen jedoch, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. 13)Sie wurden es weder aufgrund ihrer Abstammung noch durch menschliches Wollen, noch durch den Entschluss eines Mannes. Sie sind aus Gott geboren worden.  14)Er, der das Wort ist, wurde ein Mensch von Fleisch und Blut und lebte unter uns. Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie nur er als der einzige und unvergleichliche Sohn sie besitzt, er, der vom Vater kommt.

 

Die zentrale Aussage dieses Abschnitts steht in Vers 12: Jesus gibt denen, die an ihn glauben, das Vorrecht, Kinder Gottes zu sein. Die Frage, die sich zunächst stellt, ist: Warum ist es ein Vorrecht, Gottes Kind zu sein? Es macht da Sinn, erst einmal die Bedeutung dieses Ausdrucks zu klären, „Gottes Kind“. Johannes erklärt dazu in Vers 13 Folgendes: Ein Mensch ist nicht automatisch ein Kind Gottes, sondern er wird es möglicherweise. Jedenfalls ist ein Mensch nicht dadurch ein Kind Gottes, dass er eine bestimmte Abstammung und Herkunft vorweisen kann. Jeder Mensch, der auf die Welt kommt, ist von Gott geschaffen und gewollt. Aber er ist dadurch noch kein Kind Gottes.

Der Ausdruck „Kind Gottes“ besagt, dass da ein Mensch in eine besondere Beziehung zu Gott hineingebracht worden ist. Diese Beziehung ist von Vertrauen und Liebe gekennzeichnet. Derjenige, der ein Kind Gottes ist, steht in solch inniger Beziehung zu Gott, dass man sagen kann: Gott ist sein Vater. Ein Mensch, der Gott zum Vater hat, der ist ein Kind Gottes. Wenn jemand ein Kind Gottes wird, dann heißt das nicht, dass er, wenn er schon erwachsen ist, zurückversetzt wird in den Stand eines unreifen Kindes. Wenn jemand Gottes Kind wird, wird er nicht kleiner, unreifer, kindischer. Neu ist vielmehr, dass dieser Mensch dann Gottes Liebe und Güte erfährt, in einem Maße, wie er das vorher nie gekannt hat.

Wie wird ein Mensch Gottes Kind? Und was beinhaltet es, Gottes Kind zu sein? Um beides zu verstehen, die Herkunft und das Wesen der Gotteskindschaft, muss von einer ganz bestimmten Person und dem, was sie getan hat, geredet werden: Jesus Christus. Johannes spricht in seiner Einleitung zum Johannesevangelium von Jesus als dem „Wort“. Und er will damit sagen, dass er der höchste und vollkommene Selbstausdruck Gottes ist. Jesus Christus ist als das „Wort“ selbst Gott und gleichzeitig von Gott zu unterscheiden. Johannes hat am Anfang seines Evangeliums bereits auf dieses Geheimnis hingewiesen: „Am Anfang (der  Welt) war das Wort. Das Wort war bei Gott, das Wort war Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen.“ Dieses Geheimnis, nämlich in welcher Beziehung dieses Wort zu Gott steht, entfaltet Johannes im weiteren Verlauf des Johannesevangeliums. Er macht dort klar, dass das Wort niemand anderes ist, als der menschgewordene Sohn Gottes, Jesus Christus. Jesus Christus ist der wahre Sohn Gottes. Er hat uns offenbart, dass Gott in seinem Wesen ein Vater ist. Er ist zuerst und vor allem ein Vater des einen und unvergleichlichen Sohnes, Jesus Christus. Dieser Sohn steht mit seinem Vater seit Ewigkeit in einem solch innigen Verhältnis der Liebe, dass gesagt werden, sie sind ein Gott.

Jesus Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, er ist der Dreh- und Angelpunkt, um zu verstehen, wie ein Mensch Kind Gottes wird.

 

 

 

Gottes Sohn musste Mensch werden wie wir, um uns zu zeigen, wie Gott wirklich ist.

 

Johannes schreibt in Vers 9: „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, war in die Welt gekommen.“

Johannes schreibt dies im Rückblick auf das, was er selbst erlebt und gesehen hat. Er bezeichnet Jesus als das wahre Licht. Dies ist eine bildliche Redeweise: Jesus Christus zeigt als das Licht, was wahres Leben ist. Und er selbst bringt dieses Leben zu den Menschen. Wahres Leben besteht darin, in ungebrochener Gemeinschaft mit Gott zu stehen. Wahres Leben ist vor allen Dingen dazu bestimmt, Gott zu verherrlichen. Ein Mensch, der dazu befreit worden ist, Gott mit der allergrößten Freude zu verherrlichen, der hat das wahre Leben gefunden. Das Gegenteil dieses wahren Lebens bezeichnet Johannes in seinem Evangelium als Finsternis. „Finsternis“, das ist die bildliche Beschreibung für ein Leben, das seine Bestimmung, Gott zu verherrlichen, verfehlt. Die Bibel bezeichnet dies auch als Sünde. Ein Mensch, der ein solches Leben in der Finsternis führt, verweigert sich bewusst der Bestimmung, Gott zu verherrlichen. Er ist der Lüge aufgesessen, dass der Sinn des Lebens darin besteht, über sein Leben selbst zu bestimmen. Mit dieser Grundhaltung verunehrt er Gott zutiefst. Denn es entspricht der Herrlichkeit Gottes, dass er allein unserem Leben Sinn und Ziel gibt.

Damit Menschen die Herrlichkeit Gottes sehen und erkennen können, hat Gott seinen Sohn in die Welt gesandt. Davon schreibt Johannes in Vers 14: Er, der das Wort ist, wurde ein Mensch von Fleisch und Blut und lebte unter uns. Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie nur er als der einzige und unvergleichliche Sohn sie besitzt, er, der vom Vater kommt.

Johannes betont, dass Gottes Sohn wirklich Mensch geworden ist. Wie das sein kann, das übersteigt unseren Verstand. Aber es ist wunderbar und wirklich. Gottes Sohn ist ein Mensch geworden wie wir. Und dabei ist er in seinem Wesen ganz der Sohn Gottes geblieben. Er hat also seine göttliche Natur beibehalten und zusätzlich eine menschliche Natur angenommen. Gottes Sohn ist Mensch geworden. Und diesen Menschen nennen Jesus Christus. Jesus ist der Name, der ihm von seinem Adoptivvater Josef gegeben wurde. Er wurde bald bekannt als Jesus von Nazareth. Und „Christus“, das ist sozusagen der Titel, den Jesus bekommen hat. „Christus“ bedeutet so viel wie „Retter“. Gott hatte im Alten Testament angekündigt, dass er einen bestimmten Retter schicken wollte, um seine Volk zu erlösen. Dieser Retter ist Jesus von Nazareth oder „Jesus Christus“.

Jesus Christus ist ein Mensch, der gleichzeitig Gottes Sohn ist. Er ist Gottes Sohn, der Mensch geworden ist. Johannes bezeugt, dass er und die übrigen, die mit Jesus durch die Lande gezogen sind, seine Herrlichkeit gesehen haben. Er betont, dass die Herrlichkeit, die sie in dem Sohn Gottes gesehen haben, zugleich die Herrlichkeit des Vaters gewesen ist. Johannes sagt ja: „Wir sahen seine Herrlichkeit“, und gemeint ist die Herrlichkeit von Gottes Sohn, Jesus Christus. Und dann fährt er fort und sagt, was für eine Herrlichkeit das ist, die er gesehen. Es ist eine Herrlichkeit, die er vom Vater hat. Und zwar hat der Vater seine Herrlichkeit auf unvergleichliche Weise seinem Sohn gegeben, und zwar dem einen unvergleichlichen Sohn, der Mensch geworden ist.

Am Schluss von Vers 14 hebt Johannes hervor, worin die Herrlichkeit Gottes, die er an Jesus gesehen hat, vor allen Dingen bestand. Es ist vor allem Gottes herrliche Gnade und Wahrheit offenbar geworden. Mit der Gnade Gottes ist seine Güte, seine Liebe, seine Bereitschaft, Sünden zu vergeben, gemeint. Und „Wahrheit“ meint so viel wie „Treue, Wahrhaftigkeit“. Gott ist treu gegenüber seinen Zusagen. Jetzt hat Gott von alters her zugesagt, dass er Sünde, dass er Schuld vergeben will. Er ruft denen, die ihm den Rücken kehren, zu, dass sie zu ihm umkehren sollen. Denn er liebt sie und will ihnen vergeben, dass sie seine Ehre mit Füßen getreten haben. Gott ist gnädig und treu. Er hat zugesagt, dem Sünder Gnade zu erweisen. Und diese Zusage löst er ein, weil er wahrhaftig ist und nicht lügt. Diese Herrlichkeit Gottes also haben Johannes und die übrigen Jünger gesehen, als sie Jesus gesehen haben. In Jesus Christus haben sie gesehen, dass Gott seine Zusagen erfüllt, nämlich jene Zusagen, dass er Gnade erweisen und Schuld vergeben will. 

Wie können Sie, liebe Leser, heute die Herrlichkeit von Jesus Christus als Sohn Gottes sehen? Sie können sie sehen in den vier Evangelien des Neuen Testaments, nirgendwo sonst. Eines davon ist von Johannes. Aus der Fülle von Dingen, die Johannes mit Jesus erlebt hat, schrieb er auf etwa 30 Seiten das nieder, was er für am Wichtigsten hielt. Er hat dabei eine strenge Auswahl getroffen, damit die Hauptbetonung, die er setzen wollte, umso deutlicher würde. Johannes sagt an einer Stelle des Evangeliums, ziemlich am Ende, was er mit seinem Evangelium verdeutlichen und bewirken wollte. Er schreibt: „Ich habe euch dies aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Retter, dass er der Sohn Gottes ist. Ich möchte, dass ihr durch den Glauben an ihn das ewige Leben habt.“

Johannes möchte, dass seine Leser zum Glauben an Jesus als den Sohn Gottes kommen. Dazu hat er sein Evangelium geschrieben, die Gute Nachricht, die über Jesus von Nazareth, den Sohn Gottes, berichtet. Dabei hat Johannes sich auf solche Ereignisse im Leben von Jesus konzentriert, die seine Herrlichkeit auf besondere Weise zeigen. Er berichtet von einigen Wundern, die Jesus getan hat. Und er berichtet, wie Jesus mit diesen Wundern einige Male eines seiner sogenannten „Ich bin-“ Worte verknüpft hat. Eines der bekanntesten Beispiele ist die Auferweckung eines Mannes namens Lazarus. Jesus erweckt ihn drei Tage nach seinem Tod wieder zum Leben. Und in Verbindung mit diesem Wunder sagt Jesus von sich: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben.“ Jesus spricht hier davon, dass jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat. Das ewige Leben ist das wahre Leben, welches schon hier beginnt, sobald jemand auf Jesus als den Sohn Gottes vertraut. Und dieses Leben wird dann nach dem Tod in der leiblichen Auferstehung vollendet. Das ewige Leben ist das wahre Leben. In diesem Leben ist ein Mensch dazu befreit, Gott mit der allergrößten Freude anzubeten, zu lieben und so zu verherrlichen.

Den Höhepunkt seiner Beschreibung von dem, was Jesus getan, erreicht Johannes dort, wo er vom Tod und von der Auferstehung von Jesus Christus berichtet. Alle vier Evangelien sehen in dem Tod und der Auferstehung von Jesus die wichtigsten Ereignisse seines Lebens. Dabei wird der Tod von Jesus so geschildert, dass seine Bedeutung klar wird. Johannes sieht den Tod von Jesus als den Höhepunkt seiner Verherrlichung an. Als Jesus am Kreuz hingerichtet wird, ist die Herrlichkeit Gottes am deutlichsten sichtbar. Denn hier verwirklichen sich die Gnade und die Treue Gottes. Gott will in seiner Gnade und Treue den Menschen ihre Schuld vergeben. Die Grundlage schafft er selbst in seinem Sohn. Er gibt ihn als Opfer für unsere Schuld dahin. Jesus nimmt die Strafe auf sich, die wir verdient haben. Gott hat aus Liebe seinen Sohn für uns gegeben. Jesus ist aus Liebe zu uns ans Kreuz gegangen. Dort hat Jesus den Auftrag des Vaters erfüllt und seinen Namen verherrlicht. Und der Vater hat darauf geantwortet, indem er seinen Sohn durch die Auferstehung von den Toten verherrlicht hat. Das alles können Sie im Johannesevangelium nachlesen, wo Johannes Ihnen Jesus als den Sohn Gottes vor Augen malt.

Gottes Sohn musste ein Mensch werden wie wir, damit wir Gottes Herrlichkeit sehen und erfahren können. Als menschgewordener Sohn Gottes konnte Jesus für uns am Kreuz sterben. Als Gott seinen Sohn Jesus Christus von den Toten auferweckt hat, behielt dieser seine menschliche Natur. Gottes Sohn erlangte durch die Auferstehung aber eine neue menschliche Natur, die für den Tod unangreifbar ist. Diese neue menschliche Natur bekommen alle in der Auferstehung von den Toten, die hier in diesem Leben an Jesus glauben. In dieser neuen menschlichen Natur ist Jesus, der Sohn Gottes, in Ewigkeit ihr Bruder. An ihm sehen sie für immer, was es heißt, von Gottes Herrlichkeit durchdrungen zu werden und Gott mit der größten Freude zu verherrlichen. Gottes Sohn musste Mensch werden wie wir, um uns zu zeigen, wie Gott wirklich ist.

 

 

Im zweiten Punkt möchte ich vertiefen, was schon angeklungen ist:

 

Wer an Jesus glaubt und auf ihn vertraut, hat mit ihm auch den Vater.

 

Wenn wir zurückgehen an den Anfang des Evangeliums, so macht Johannes deutlich, dass Jesus die Menschheit scheidet. Viele Menschen leugnen, dass sich in Jesus Christus Gottes Herrlichkeit offenbart hat. Johannes schreibt in Kapitel 1, den Versen 10 und 11: „Er war in der Welt, und obwohl die Welt durch ihn geschaffen worden war, erkannte sie ihn nicht.Er kam zu seinem Volk, aber sein Volk wollte nichts von ihm wissen.“

Johannes nennt hier zwei Gründe, warum Menschen Jesus Christus ihr Leben nicht anvertrauen. Es hat nichts damit zu tun, dass die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes zu unklar gewesen wäre. Jesus Christus hat als Sohn Gottes die Herrlichkeit des Vaters auf unübertreffliche Weise kund gemacht. Dass Menschen Jesus ablehnen, hat mit ihre Sünde zu tun. Die Sünde ist zugleich Verhängnis und Schuld der Menschen. Zum einen können Menschen von sich aus nicht erkennen, dass Jesus Gottes Sohn ist. Daher wollen sie auch nichts davon wissen, dass sie an ihn zu glauben sollen. Zum andern aber sind sie voll dafür verantwortlich, dass sie Jesus ablehnen. Der Sohn Gottes kam in die Welt, wurde ein Mensch wie wir. Aber die Menschen erkannten ihn nicht. Die Offenbarung war klar und deutlich. Und obwohl sie so deutlich war, erkannten die Menschen ihn nicht. Sie lehnten ihn ab, bewusst, willentlich und eigenverantwortlich. Und zugleich sind sie so von der Sünde und der Finsternis durchdrungen, dass sie unter ihrer Herrschaft stehen.

Johannes spitzt diese allgemeine Situation aller Menschen in Vers 11 zu. Dort spricht er von der Ablehnung von Jesus durch die Mehrheit des Volkes Israel. Dass Israel Jesus als Retter abgelehnt hat, ist umso erstaunlicher. Denn Gott hatte gerade ihnen im Alten Testament zugesagt, dass er ihnen einen Retter schicken wollte, der sie in seinem Auftrag und in seiner Macht von der Sünde befreit. Johannes macht später deutlich, welche Folgen es hat, dass jemand Jesus Christus ablehnt, in 3,36: „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben. Wer aber nicht auf den Sohn hört, wird das Leben nicht sehen, der Zorn Gottes bleibt über seinem Leben.“

 

Wenngleich Johannes seine Leser auch vor den Folgen warnt, falls sie Jesus ablehnen, so möchte er sie doch vor allen Dingen dazu auffordern, an ihn zu glauben. Er schreibt in Vers 12: All denen jedoch, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.

Was bedeutet es, Jesus aufzunehmen und an ihn zu glauben? Jesus aufzunehmen, meint in gewisser Weise, ihn willkommen zu heißen, ihn als eigenen Retter zu bejahen. Das Gegenteil dessen ist es, sich gegenüber Jesus zu verschließen, ihn als Retter abzulehnen.

Was es bedeutet, Jesus aufzunehmen, deutet Johannes mit dem Nachsatz an: Denen, die an seinen Namen glaubten. Dieses Wort „glauben“ ist im Deutschen manchmal missverständlich. Eltern können an ihr Kind „glauben“, das heißt ihm zutrauen, dass es das Leben schon meistern wird: „Du schaffst es!“ Dieses Vertrauen der Eltern in ihr Kind ist eine Ermutigung für das Kind. Wenn Menschen an Jesus glauben, dann geht es auch darum, dass sie ihm vertrauen. Aber dieses Vertrauen ist nicht als Ermutigung für Jesus zu verstehen. Es geht hierbei vielmehr darum, Jesus als seinem Retter und Herrn zu vertrauen. Wenn jemand Jesus vertraut, an ihn glaubt, dann gibt er zu, dass er Jesus als Retter braucht. Er erkennt an, dass Jesus fortan der Herr seines Lebens ist. Wer auf Jesus vertraut, erkennt an, dass er das wahre Leben, das ewige Leben, nur durch Jesus erlangt.

Dann spricht Johannes davon, an den Namen von Jesus zu glauben. Der Name steht hier für die Person selbst und für das, was sie Wichtiges getan hat, also gleichsam für das, was man sich von ihr erzählt. Es geht hier darum, an Jesus zu glauben als den, der sich uns offenbart hat. Wer an den Namen von Jesus glaubt, glaubt daran, dass dieser Mensch zugleich Gottes Sohn ist, der für uns Mensch geworden ist. Wer auf Jesus vertraut, vertraut darauf, dass in und durch ihn sich tatsächlich Gott selbst offenbart hat. Wer Jesus aufnimmt, nimmt ihn als den auf, der sein Leben für uns gegeben hat. Er erkennt es an, dass Jesus sterben musste wegen unserer Schuld. Und er ist sich gewiss, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, aus Liebe die Strafe auf sich genommen hat, die wir wegen unserer Schuld verdient haben. Wer an Jesus glaubt, ist sich gewiss, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat. Er betet Jesus an in der Gewissheit, dass der Vater ihn als Sohn, der ihm aus Liebe Gehorsam war bis zum Tod am Kreuz, zum Herrn über die ganze Welt eingesetzt hat. Und schließlich: Wer auf Jesus Christus vertraut, blickt zuversichtlich in die Zukunft. Er hat die Gewissheit, dass der Tod ihn nicht von ihm scheiden kann. Er kann schon jetzt die Freude darüber hochhalten, dass er durch Jesus das ewige Leben hat. Er freut sich auf den Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt und Gottes Herrschaft vollendet. Er freut sich darauf, einmal selbst an sich die leibliche Auferstehung zum ewigen Leben zu erfahren.

Das alles ist darin inbegriffen, wenn ein Mensch Jesus aufnimmt und auf ihn als den vertraut, der er ist. Jesus Christus ist Gottes Sohn, der sich für uns gegeben hat. Durch den Sohn werden diejenigen, die an ihn glauben, zu Kindern Gottes, des Vaters. Der Ausdruck „Kinder Gottes“ weist auf eine Art familiäre Beziehung hin. Wenn wir an Familie denken, denken wir vor allen Dingen an innige Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern. Das was familiäre Beziehungen ausmacht, sind Liebe, Vertrauen und Nähe. Vielleicht hat das jemand so nie erfahren, aber er sehnt sich danach. Gott ist in seinem Wesen ein Vater. Jesus Christus als der Sohn Gottes hat dies offenbart. Als Vater hat Gott seine Freude daran gehabt, durch seinen Sohn viele Menschen zu seinen Kindern zu machen. Gott liebt es, Kinder zu haben. Er hat seine Freude daran, wenn Menschen ihm ihr ganzes Leben anvertrauen, wenn sie Schutz und Geborgenheit bei ihm suchen. Gott hat seine Freude daran, wenn Menschen an Jesus Christus glauben und ihn, den Vater, als Vater anrufen.

 

Dass ein Mensch durch den Glauben an Jesus Christus zum Kind Gottes wird, ist ein übernatürlicher Schöpfungsakt Gottes. Das betont Johannes in Vers 13. Ein Mensch ist nicht von Natur aus Gottes Kind und er kann sich auch nicht selbst dazu machen. Johannes schreibt: „Sie (die Kinder Gottes) wurden es weder aufgrund ihrer Abstammung noch durch menschliches Wollen, noch durch den Entschluss eines Mannes. Sie sind aus Gott geboren worden.“

Johannes schreibt dies ursprünglich vor dem Hintergrund, dass ein Großteil des jüdischen Volkes Jesus seinerzeit nicht als den von Gott gesandten Retter anerkannt hat. Sie mochten seinen Anspruch, Gottes Sohn zu sein, nicht akzeptieren. Die Juden waren das von Gott erwählte Volk des Alten Bundes. Das Alte Testament berichtet von der Geschichte Gottes mit diesem Volk. Es berichtet auch von den Zusagen, die Gott diesem Volk gemacht hat.  Die Juden zu der Zeit von Jesus ärgerten sich über seine Aussage, dass die natürliche Zugehörigkeit zu dem Volk der Juden einen Menschen nicht automatisch zu einem Kind Gottes mache. Davon waren sie aber ausgegangen.

Dieses Missverständnis der Juden von damals können wir auf die heutige Zeit übertragen. Auch heute gibt es im christlichen Abendland falsche Vorstellungen darüber, wer ein Kind Gottes ist. Für viele ist die Gotteskindschaft darin verbürgt, dass sie zu einer Kirche oder Ortsgemeinde gehören. Manche glauben, weil sie getauft sind, gehören sie zu den Kindern Gottes. Manche denken, weil sie bestimmten frommen Traditionen verbunden sind, gehören sie zu den Kindern Gottes. Wieder andere meinen, wenn sie sich darum bemühen, fromm zu sein, gehören sie zu den Kindern Gottes.

Johannes schiebt allen diesen Vorstellungen einen Riegel vor. Er sagt am Ende von Vers 13 kurz und knapp: „Sie (die Kinder Gottes) sind von Gott geboren worden.“ Das heißt ein Kind Gottes zu werden beinhaltet, ein neues Leben zu empfangen. Dieses neue Leben ist für den Menschen unverfügbar, es ist eine Gabe Gottes. Der Mensch kann von sich aus nicht daran mitwirken, dass dieses neue Leben entsteht. Es ist ein Schöpfungsakt Gottes, bei dem er nicht auf menschliche Fähigkeiten zurückgreift, etwa wie bei der natürlichen Zeugung.

Als Kind Gottes zu leben bedeutet, in einem neuen, von Gott geschenkten Leben zu stehen. Empfangen wird dieses Leben durch den Glauben an Jesus Christus als den Sohn Gottes. Der Glaube an Jesus ist zum einen unsere Antwort auf das Evangelium, zu der wir aufgerufen werden. Der Glaube an Jesus ist zum andern das Mittel, durch das Gott uns das neue Leben als Kind Gottes schenkt. Hier kommen wie so oft in der Heiligen Schrift, die Verantwortlichkeit des Menschen sowie die freie Allmacht und Gnade Gottes zusammen. Sie dürfen beide nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen zusammengehalten werden.

Darum kann ich Ihnen am Schluss beides sagen: Ich lade Sie herzlich dazu ein, Jesus Christus ihr Leben anzuvertrauen, falls Sie das noch nicht getan haben. Und zugleich wünsche ich Ihnen, dass Gott Ihnen den Glauben an seinen Sohn Jesus Christus schenkt und Sie darin stärkt. Vielleicht nehmen Sie sich über die Feiertage bewusst das Johannesevangelium vor und lesen es. Johannes berichtet darin, dass Gottes Sohn Mensch geworden ist. Er heißt Jesus Christus. Er lebte unter uns Menschen. Er hat uns Menschen die Herrlichkeit Gottes offenbar gemacht. Ich wünsche Ihnen in dieser Weihnachtszeit, dass Gottes Herrlichkeit sie ergreift.

Ihr Jörg Wehrenberg

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