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Durch Christus neue Schöpfung

Zeitpunkt der letzten Bearbeitung

Sonntag, 17.03.2019, 17.15 Uhr


Aktuelles

Veranstaltungen

und Seminare

 

Bibelnachmittage in Gummersbach

 

Gastgeber:

Bibelgemeinde Gummersbach e. V.

Wo:
Hohe Straße 26, 51643 Gummersbach

 

Wann:
Sonntag, 10.03.2018, 15.00 Uhr

Thema:
Die Gewissheit unverbrüchlicher Gemeinschaft mit Gott

 
 

 

Beiträge (chronologisch)

 

2019

Sonntag, 17.03.2019 (11. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 45,1-15

Freitag, 08.03.2019 (10. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 44,18-34

Freitag, 01.03.2019 (8., 9. KW)

Heute erscheinen zwei neue Beiträge zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 44,1-17

Auslegung 1. Mose 43,15-34

Donnerstag, 14.02.2019 (7. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 42,28-43,14

Freitag, 25.01.2019 (3., 4. KW)

Heute erscheinen zwei neue Beiträge zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 42,1-27 (4. KW)

Auslegung 1. Mose 41 (3. KW)

Donnerstag, 10.01.2019 (2. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 40

 

 

2018

 

Dienstag, 25.12.2018 (51. KW)

Heute erscheinen zwei neue Beiträge zu den Predigten.

"Weihnachten - Eine Einladung zur selbstvergessenen Freude am ewigen Vater und seinem ewigen Sohn"

Predigt über Johannes 5,30-47
Predigt über Johannes 5,16-29

Donnerstag, 13.12.2018 (50. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 39

Donnerstag, 06.12.2018 (49. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 38

Donnerstag, 29.11.2018 (48. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 37

Freitag, 23.11.2018 (47. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 33

Donnerstag, 15.11.2018 (46. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 32

Freitag, 09.11.2018 (45. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 31,1-32,1

Freitag, 02.11.2018 (44. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 30,25-43

Donnerstag, 25.10.2018 (43. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 29,31-30,24

Freitag, 19.10.2018 (42. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 29,1-30

Donnerstag, 11.10.2018 (41. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 28,10-22

Donnerstag, 04.10.2018 (40. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 27,30-28,9

Donnerstag, 27.09.2018 (39. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 26,34-27,29

Donnerstag, 20.09.2018 (38. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 25,19-33

Montag, 17.09.2018 (37. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 22

Donnerstag, 06.09.2018 (36. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 21,1-21

Donnerstag, 30.08.2018 (35. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 20

Freitag, 24.08.2018 (34. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 19

Freitag, 17.08.2018 (33. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 18

Donnerstag, 09.08.2018 (32. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 17

Donnerstag, 02.08.2018 (31. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 16

Donnerstag, 26.07.2018 (30. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 15

Freitag, 20.07.2018 (29. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 13,3-14,24

Freitag, 13.07.2018 (28. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Auslegung 1. Mose 12,4-13,2

Donnerstag, 05.07.2018 (27. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Auslegungen.

Einleitung in die Abrahamsgeschichte 1. Mose 12-25

Donnerstag, 28.06.2018 (26. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 6,15-23

Freitag, 22.06.2018 (25. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 6,1-10

Donnerstag, 14.06.2018 (24. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 5,14-21

Sonntag, 10.06.2018 (23. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 5,12-14

Dienstag, 29.05.2018 (22. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 5,1-11

Donnerstag, 24.05.2018 (21. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 4,9-25

Donnerstag, 17.05.2018 (20. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 3,27-4,8

Freitag, 11.05.2018 (19. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 3,9-20

Donnerstag, 03.05.2018 (18. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 3,1-8

Donnerstag, 26.04.2018 (17. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 2,17-29

Donnerstag, 19.04.2018 (16. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Predigt über Römerbrief 2,1-16

Donnerstag, 12.04.2018 (15. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 42

Donnerstag, 05.04.2018 (14. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 40,15-41,26

Sonntag, 01.04.2018 (12., 13. KW)

Heute erscheinen zwei neue Beiträge zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 40,6-15 (13. KW)

Auslegung zu Hiob 38,39-40,5 (12. KW)

Donnerstag, 15.03.2018 (11. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 38,1-38

Samstag, 10.03.2018 (10. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 36-37

Donnerstag, 01.03.2018 (9. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 34-35

Freitag, 23.02.2018 (8. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 33

Donnerstag, 15.02.2018 (7. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 32

Donnerstag, 08.02.2018 (6. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 31

Samstag, 03.02.2018 (5. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 30

Samstag, 27.01.2018 (4. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 29

Donnerstag, 18.01.2018 (3. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 28

Samstag, 13.01.2018 (2. KW)

Heute erscheint ein neuer Bibelleseplan.

Bibelleseplan (Beitrag)

Donnerstag, 04.01.2018 (1. KW)

Heute erscheint ein Bibelleseplan für das Neue Jahr.

Bibelleseplan für das Neue Jahr

 

2017

Donnerstag, 21.12.2017 (51. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Weihnachtspredigt 2017 "Das Vorrecht, Gottes Kind zu sein"

Freitag, 08.12.2017 (49. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 27

Donnerstag, 30.11.2017 (48. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 25-26

Sonntag, 26.11.2017 (47. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 24,1

Samstag, 18.11.2017 (46. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 23

Freitag, 10.11.2017 (45. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 22

Freitag, 03.11.2017 (44. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 21

Donnerstag, 26.10.2017 (43. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 20

Donnerstag, 12.10.2017 (41. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 19,13-29

Donnerstag, 05.10.2017 (40. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 18,1-19,12

Donnerstag, 28.09.2017 (39. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 17

Donnerstag, 21.09.2017 (38. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 16

Donnerstag, 14.09.2017 (37. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 15

Donnerstag, 07.09.2017 (36. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 13,13-14,22

Freitag, 01.09.2017 (35. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 12,1-13,12

Donnerstag, 24.08.2017 (34. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 11

Donnerstag, 17.08.2017 (33. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 9,11-10,22

Donnerstag, 10.08.2017 (32. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 8,1-9,10

Freitag, 04.08.2017 (31. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zum Philemonbrief 15-25

Freitag, 28.07.2017 (30. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zum Philemonbrief 4-14

Samstag, 22.07.2017 (29. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zum Philemonbrief 1-3

Donnerstag, 13.07.2017 (28. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 3. Johannesbrief

Donnerstag, 06.07.2017 (27. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 2. Johannesbrief

Donnerstag, 29.06.2017 (26. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 5,14-21

Donnerstag, 22.06.2017 (25. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 5,4-13

Donnerstag, 15.06.2017 (24. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 4,17-5,3

Freitag, 09.06.2017 (23. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 4,7-16

Donnerstag, 01.06.2017 (22. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 4,1-6

Freitag, 26.05.2017 (21. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 3,11-24

Freitag, 19.05.2017 (20.  KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 2,29-3,10

Freitag, 12.05.2017 (19. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 2,7-28

Donnerstag, 04.05.2017 (18. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu 1. Johannesbrief 1,1-2,6

Donnerstag, 17.04.2017 (17. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zu den Predigten.

Gott spricht Sünder gerecht - gerechterweise

Donnerstag, 20.04.2017 (16. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 6-7

Donnerstag, 06.04.2017 (14. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Hiob 4-5

Donnerstag, 30.03.2017 (13. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Jakobus 5,12-20

Donnerstag, 23.03.2017 (12. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.

Auslegung zu Jakobus 4,13-5,11

Donnerstag, 16.03.2017 (11. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.
Auslegung zu Jakobus 3,1-4,12

Donnerstag, 09.03.2017 (10. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.
Auslegung zu Jakobus 1,19-2,26

Donnerstag, 02.03.2017 (9. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.
Auslegung zu Jakobus 1,1-18

Donnerstag, 23.02.2017 (8. KW)

Heute erscheint ein neuer Beitrag zur Bibelauslegung.
Auslegung zu Hiob 1-3

Zweite Bibelarbeit über Hiob 31

 

Thema: Wir sollten, wenn wir Zweifel über Gott haben, eine bestimmte Grenze nicht überschreiten, nämlich die, dass wir uns für gerechter und weiser halten als Gott?

 

->  Hiob fordert Gott heraus, ihn zu endgültig zu vernichten, wenn er gesündigt haben sollte, oder aber seine Gerechtigkeit endlich anzuerkennen.  => Hiob 31

 

1)       Glaube ja nicht, dass du gegen Gott beanspruchen kannst, gerecht zu sein und fordere ihn niemals dazu heraus, sich vor dir zu rechtfertigen! Denn du magst dich für gerecht halten oder sogar gerecht sein. Aber an Gottes Gerechtigkeit und Weisheit ragst du nie heran!

 

31,1)Mit meinen Augen habe ich einen Bund abgeschlossen, dass ich ja nicht nach einer Jungfrau Ausschau hielt.

 

-          „dass ich ja nicht nach einer Jungfrau Ausschau hielt“ => Mit „Jungfrau“ ist jegliche heiratsfähige Frau gemeint, die unter der Autorität ihres Vaters, Bruders oder Onkels steht. Darunter fallen „Jungfrauen“ im engeren Sinn, aber auch verwitwete und geschiedene Frauen. Es geht Hiob hier wohl nicht um sexuelle Unmoral, also dass er nicht zu Prostituierten einging. Sondern er spricht hier darüber, dass er es sich fest vorgenommen hat, keinen Harem anzulegen. Ein Harem galt damals gemeinhin als Ehrenzeichen eines wohlhabenden Mannes. Hiob verzichtete darauf; ihm war es wichtiger, seinen Reichtum zum Wohle seiner Mitmenschen einzusetzen und sich im zwischenmenschlichen Bereich als gerecht zu erweisen.

 

31,2)Was teilt Gott, der oben ist, zu? Welchen Lohn gibt der Allmächtige aus der Höhe? 3)Ist es nicht Verderben für den Ungerechten und Unglück für den Übeltäter? 4)Er beurteilt meinen Lebenswandel, er zählt alle meine Schritte.

 

-          „er beurteilt meinen Lebenswandel“ => Hiob erkennt an, dass Gott das Recht hat, das Leben von Menschen zu beurteilen, auch seines. Weil Gott es ist, der die Menschen für ihr Tun zur Verantwortung zieht, muss er sich aber auch nach dem Maßstab der Gerechtigkeit verhalten. Normalerweise muss Gott die Übeltäter bestrafen. Aber in Hiobs Fall läuft etwas falsch: Er muss leiden, obwohl er gerecht ist.

 

31,5)Gesetzt den Fall, ich habe mein Leben in Lüge gelebt und bin dem Betrug hinterhergelaufen. 6)Dabei soll aber Gott mich nach einem gerechten Maßstab beurteilen und meine Rechtschaffenheit anerkennen. 7)Gesetzt den Fall also, mein Fuß ist vom Weg abgebogen, mein Herz ist meinen Augen gefolgt und Schmutz klebt an meinen Händen. 8)Dann lass es so sein, dass ich säe und ein anderer die Ernte isst, dann lass meine Jungpflanzen entwurzelt werden!

 

-          „gesetzt den Fall“ => Die Verse 5-8 sind wohl als ein zusammenhängender Satz zu deuten, bei dem Vers 6 lediglich einen Einschub darstellt. Die Verse 5 und 7 nennen Bedingungen, Vers 8 die Folge. Dabei handelt es sich nicht um eine automatisch sich einstellende Folge, sondern um einen Wunsch: Die Folge soll eintreffen, falls die Bedingung wahr ist. Das, worum Hiob Gott bittet, ist wohl das endgültige Gericht, also die Herbeiführung seines Todes, falls er gesündigt haben sollte. Nun ist Hiob aber ja davon überzeugt, dass die Bedingung für die Strafe nicht gegeben ist, er ist unschuldig. Was also tut Hiob hier? Er treibt seinen Fall, den er mit Gott hat, weiter voran. Bislang hat er Gott dazu aufgefordert, zu dem Fall Stellung zu nehmen, indem er dazu spricht. Dies hat Gott bislang nicht getan. Hiob überlegt sich nun, wie seine Gerechtigkeit vor den Menschen erwiesen werden kann, ohne dass Gott redet. Wie kann Gottes Schweigen für Hiob sprechen? Antwort: Durch eine Fluchformel in Form eines Wenn-Dann-Satzes. Wenn Hiob schuldig ist, dann soll Gott ihn töten. Wenn er ihn nicht tötet, dann muss dies als Eingeständnis Gottes gelten, dass er Hiobs Gerechtigkeit im Grunde anerkennt. Gott würde auf diese Weise auch zugeben, dass er sich in etwas verrannt hat, als er damit anfing, Hiob ohne Grund leiden zu lassen.

 

31,9)Wenn ich hinter einer Frau her gewesen bin und an der Tür meines Nachbarn gelauert habe, 10)dann soll meine Frau für einen anderen Mann mahlen und andere Männer über ihr knien. 11)Denn das ist ein Verbrechen, eine Tat, die bestraft gehört. 12)Ja, es wäre ein Feuer, das bis in den Abgrund frisst; es würde bis an die Wurzel meiner Ernte brennen.

 

-          „an der Tür meines Nachbarn gelauert“ => Hiob spricht hier vom Ehebruch. Ehebruch wird im Alten Testament von der Frau her definiert, die am Ehebruch beteiligt ist. Sie bricht die Ehe mit ihrem Mann. Der Mann, der mit ihr die Ehe bricht, bricht nicht seine eigene Ehe, sondern die Ehe, die die Frau mit ihrem Mann hat.

-          „dann soll meine Frau …“ => Hiob ruft hier die gerechte Strafe auf sich herab, falls er einmal Ehebruch getrieben haben sollte. Dann soll seine eigene Frau die Ehe mit ihm brechen, indem andere Männer mit ihr schlafen. Sie soll zu einer Prostituierten werden, die die Ehe mit Hiob und dessen Ehre in den Schmutz zieht. Hiob sagt hier nichts über die Strafe, die über ihn selbst verfügt werden würde. Wahrscheinlich galt in der Gesellschaft, wo er lebte, auf Ehebruch die Todesstrafe.

 

31,13)Falls ich das Recht meiner Knechte und Mägde in einem Rechtsstreit gegen mich missachtet haben sollte, 14)was könnte ich da tun, wenn Gott ihre Sache gegen mich vertritt? Was könnte ich ihm antworten, wenn er mich verhörte? 15)Hat nicht er, der mich im Mutterleib geschaffen hat, auch ihn gemacht? Ist es nicht ein und derselbe Gott, der uns beide im Mutterleib gebildet hat?

 

-          „Rechtsstreit gegen mich“ => Hiob bekennt, dass er seine Macht nicht dazu missbraucht hat, sich über das Recht seiner Knechte und Mägde, also seiner Angestellten, hinweg zu setzen.

-          „ein und derselbe Gott“ => Hiob leitet daraus, dass Gott jeden Menschen geschaffen hat, ab, dass sie jeder von ihnen grundsätzlich Rechte hat. Jedem Menschen ist, weil Gott ihn mit besonderer Aufmerksamkeit im Mutterleib gebildet hat, von seinen Mitmenschen Respekt und Anerkennung entgegen zu bringen.

 

31,16)Gesetzt den Fall, ich habe dem Armen, der mich bat, Hilfe verweigert; gesetzt den Fall, ich nahm der Witwe jede Hoffnung. 17)Gesetzt den Fall, ich habe meinen Brotknust allein gegessen und keiner Waise davon abgegeben. 18)In Wirklichkeit habe ich die Waisen von meiner Jugend auf wie einen Vater großgezogen, von meiner Mutterleib an habe ich mich um die Witwen gekümmert. 19)Aber gesetzt den Fall, ich habe gesehen, wie jemand nichts zum Anziehen hatte und umkam, oder einen Armen, der sich nicht zudecken konnte, 20)und ihre Lenden haben mich nicht gesegnet und sie konnten sich nicht mit einem Fell von meinen Schafen wärmen. 21)Gesetzt den Fall, ich habe meine Hand drohend gegen eine Waise erhoben, weil ich im Tor meine Verbündeten gesehen habe. 22)Falls dem so ist, dann soll mir das Schulterblatt von der Schulter fallen und mein Arm am Schultergelenk abbrechen! 23)Aber ich habe solche Dinge nicht getan, weil ich enorme Angst davor hatte, mir Gottes Zorn zuzuziehen; ich wollte mich auf keinen Fall seiner schrecklichen Bedrohung aussetzen.

 

-          „meinen Brotknust allein gegessen“ => Ein Brotknust war eigentlich nicht die Nahrung der Wahl für reiche Leute wie Hiob. Hiob spricht hier wohl bildlich von seiner Nahrung, um sich mit den Armen zu solidarisieren.

-          „von meiner Mutterleib an“ => Hiob gebraucht hier das Stilmittel der Übertreibung. Das spricht nicht für ihn, dass er sich in überschwänglicher Weise als ein Ausbund an Nächstenliebe darstellt.

-          „meine Verbündeten“ => Hiob hat sich nicht darauf eingelassen, sich mit anderen zu verbünden und mit einem Schein des Rechts bedürftige und hilflose Menschen auszubeuten.

-          „mein Arm am Schultergelenk abbrechen“ => Der Arm steht bildlich für die Macht und den Einfluss, die Hiob in der Gesellschaft hatte. Wenn er die Armen ausgebeutet haben sollte, dann soll er, so verflucht Hiob sich selbst, für immer Macht und Ansehen unter den Menschen verlieren.

-          „enorme Angst“ => Hiob spricht hier von mehr als nur Ehrfurcht vor Gott. Ihn überkam Angst und Schrecken bei dem Gedanken daran, er könnte sich durch die Ausbeutung bedürftiger Menschen Gottes glühenden Zorn zuziehen. Diese Angst Hiobs ist berechtigt gewesen, weil Gott die Hilfeschreie bedürftiger Menschen erhört (siehe etwa Ps.10,12-18).

 

31,24)Gesetzt den Fall, ich habe mein Gold zu meiner Zuversicht gemacht, zum feinen Gold gesagt: „Auf dich setzte ich mein Vertrauen!“ 25)Gesetzt den Fall, ich war von Freude erfüllt, weil mein Reichtum groß war oder weil meine Hand großen Gewinn machte. 26)Gesetzt den Fall, ich habe mit Staunen zur Sonne geblickt, wenn sie schien, oder zum Mond in seinem Glanz, 27)und mein Herz hat sich im Geheimen betören lassen und meine Hand küsste meinen Mund. 28)Auch das wäre ein strafwürdiges Verbrechen gewesen. Ich wäre ja gegenüber dem höchsten Gott ein Heuchler.

 

-          „mein Gold“ => Hiob zeigt hier ein klares Bewusstsein für die Gefahren des Reichtums. Er weiß, dass Habsucht eine Form von Götzendienst ist: Er bringt seinem Hab und Gut ein Vertrauen entgegen, das allein Gott verdient.

-          „mit Staunen zur Sonne geblickt“ => Die Verehrung der Gestirne war eine weitverbreitete Religion im Alten Vorderen Orient. Hiob sah auch hier deutlich die Gefahr, solch beeindruckende Geschöpfe wie Sonne und Mond ein Staunen entgegenzubringen, welches unangebracht ist, weil es nur dem Schöpfer gebührt.

-          „meine Hand meinen Mund küsste“ => Hier ist wohl eine in der Verehrung der Gestirne bewusst vollzogene Geste gemeint, bei der die Hand als Ausdruck von Staunen und Ehrerbietung auf den Mund gelegt wird. Nach einer anderen Deutung ist hier von Kusshänden die Rede.

 

31,29)Gesetzt den Fall, dass ich mich über den Untergang dessen, der mich hasst, gefreut habe und in froher Aufregung war, als ihn das Unglück überkam. 30)In Wirklichkeit habe ich meinem Mund nicht erlaubt zu sündigen, indem er sein Leben mit einem Fluch gefordert hätte. 31)Gesetzt den Fall, dass die Bewohner meines Zeltes nicht gesagt haben: „Ach, dass es doch einen gäbe, der nicht von seinem Fleisch satt geworden wäre!“ 32)In Wirklichkeit habe ich den Fremden nicht auf der Straße übernachten lassen, ich habe dem Durchreisenden meine Tür geöffnet.

 

-          „meinem Mund nicht erlaubt zu sündigen“ => Hiob bezeugt, dass er seinen Feinden Gutes gewünscht hat. Dies ist nicht in Frage zu stellen, aber vollkommen war er darin nicht, wie sein Ausfall in 30,2-8 zeigt.

 

31,33)Gesetzt den Fall, ich habe, wie Menschen es gewöhnlich tun, meine Sünde versteckt, indem ich sie in meiner Brust verbarg. 34)Die Furcht vor den vielen Leuten und die Verachtung meiner Sippe hätte dafür der Hauptgrund sein können. Gesetzt den Fall also, ich habe mich aus diesem Grund zurückgezogen und nicht aus dem Haus getraut.

 

-          „gesetzt den Fall“ => Hiob nennt hier in den Versen 33-34 eine Bedingung als Teil einer Fluchformel, deren Folge er nicht nennt. Tatsächlich schließen sich die Verse 38-40 gut hieran an. Inhaltlich sind diese Verse wohl auch zu verbinden, so dass in den Versen 33-34 sowie 38-39 die Bedingungen genannt werden und in Vers 40 die Folge für den Fall, dass eine dieser Bedingungen wahr ist. Im Text sind aber die Verse 35-37 eingefügt, wo Hiob das Hauptanliegen dafür nennt, dass er sich selbst verflucht für den Fall, dass er gesündigt haben sollte.

 

31,35)Ach, dass es doch einen gäbe, der mir zuhört! Hier ist die Unterschrift! Der Allmächtige soll mir nun darauf antworten! Mein Ankläger soll mir die Anklageschrift vorlegen! 36)Ja gewiss, ich würde sie um meine Schultern tragen, ich würde sie mir um meinen Kopf als Turban binden. 37)Ich würde Gott über jeden meiner Schritte Rechenschaft ablegen, wie ein Fürst würde ich ihm gegenübertreten.

 

-          „dass es doch einen gäbe, der mir zuhört“ => Hiob will, dass ihm jemand zuhört. Allein das würde aus seiner Sicht schon ausreichen, dass der Betreffende seine Gerechtigkeit anerkennt.

-          „hier ist die Unterschrift“ => Hiob hat kein offizielles schriftliches Dokument aufgesetzt, dass er nun unterschreibt. Es ist nur ein gedachtes Dokument, welches er nun in Gedanken unterschreibt. Hiob schreibt ja nicht, er redet. Was er geredet hat, hat ein anderer aufgeschrieben. Mit seiner Unterschrift bekräftigt Hiob seine Überzeugung, dass er hinter allem steht, was er in Kapitel 31 gesagt hat. Gesetzt den Fall, er hat gesündigt, dann soll Gott ihn endgültig strafen. Wenn er dies nicht tut und Hiob auf diese Rede hin leben lässt, will Hiob dies als Beweis seiner Unschuld anführen können. Gleichwohl sehnt er sich danach, dass Gott ihm auf eine deutlichere Weise antwortet und vor aller Augen Hiobs Unschuld bezeugt.

-          „die Anklageschrift vorlegen“ => Hiob denkt, Gott würde ihn für irgendwelche Sünden strafen. Jetzt soll Gott ihm endlich die Liste dieser Sünden, für die er ihn straft, vorlegen. Hiob ist davon überzeugt, dass er jeden Anklagepunkt widerlegen könnte.

 

31,38)Gesetzt den Fall, mein Ackerland hat Klage gegen mich erhoben und seine Furchen weinen alle zusammen vor Verzweiflung. 39)Gesetzt den Fall, ich habe von seiner Ernte gegessen, ohne dass ich das Land rechtmäßig erworben habe, oder habe den Arbeitern darauf Anlass zur Klage gegeben. 40)Ja dann soll darauf Dorngestrüpp wachsen statt Weizen, statt Gerste Taumellolch.

Die Worte Hiobs sind hier zu Ende.

 

-          „mein Ackerland hat Klage gegen mich erhoben“ => Abschließend geht Hiob auf eine Sünde ein, die für Großgrundbesitzer typisch ist. Gesetzt den Fall, er hat sich viele Ackerflächen durch Unrecht angeeignet, so dass sie jetzt gegen ihn Klage erheben. Gesetzt den Fall, er würde seine Arbeiter schwere Feldarbeit leisten lassen, ohne sie dafür angemessen zu bezahlen. Dann soll dieses Ackerland als Fluch Gottes über Hiob keine Ernte mehr hervorbringen.

-          „die Worte Hiobs sind zu Ende“ => Hiob hat mit seiner Selbstverfluchung seinen letzten Versuch gemacht, vor den Menschen und gegen Gott seine Gerechtigkeit zu beweisen. Wenn Gott meint, Hiob habe eine dieser Sünden getan, dann soll er ihn endgültig verfluchen und sterben lassen. Hiob leidet so stark, dass er kein Problem damit hat, dass Gott ihn sterben lässt. Für Hiob wäre das kein Beweis seiner Schuld, sondern dafür, dass Gott auch zum Äußersten bereit wäre, um sein Unrecht gegenüber Hiob zu vertuschen. Auch wenn Hiob vor allen Dingen verzweifelt ist, scheint er doch einen Funken Hoffnung zu haben, dass Gott ihn nicht verflucht. Damit wäre vor seinen Mitmenschen seine Unschuld erwiesen. Und darauf kommt es Hiob hier an.

Hiob stellt in Kapitel 31 abschließend und ganz entschieden seine Gerechtigkeit gegen Gottes Gerechtigkeit. Dass er das tut, ist zum einen Ausdruck seiner Unkenntnis, die aufgrund der strikten Weltanschauung vom Tun-Ergehen-Zusammenhang an ihm haftet. Es ist zum andern aber auch eine Schuld, die er auf sich lädt und mit der er Gottes Zorn gegen sich erregt, wie in den Reden Gottes noch offenbar werden wird. Im Streit mit seinen Freunden hielt Hiob an seiner Gerechtigkeit fest. Dies war zum Teil vorbildlich: Hiob weigerte sich, so zu tun, als habe er gesündigt, nur um dadurch wieder zu Reichtum und Ansehen zu gelangen. In Kapitel 31 aber ist jetzt ein Gedanke zur vollen Reife gekommen, den er schon vorher, aber nicht in dieser Konsequenz zum Ausdruck brachte: dass er nämlich seine Gerechtigkeit und sein Ansehen vor den Menschen für wichtiger hält als Gottes Ruf und Gerechtigkeit. Er zeigt mit seiner Selbstverfluchung die Bereitschaft, Gott vor den Menschen schlecht dastehen zu lassen, nur damit seine, Hiobs, Ehre wieder hergestellt wird. Hiob behandelt Gott wie jemanden, den er manipulieren, den er durch seine Weisheit in eine Zwickmühle bringen kann. Vor allem aber, und das spricht am meisten gegen Hiob, sieht er Gott in der Verpflichtung, ihm gegenüber Rechenschaft zu geben. Hiob überschreitet hier eine Grenze, die das Geschöpf gegenüber ihrem Schöpfer hat. Wenn Gott in der Pflicht stünde, sich vor uns zu rechtfertigen, dann hätte er jegliche göttliche Herrlichkeit preisgegeben. Er wäre zu einer Lachnummer verkommen, aber nicht mehr der Gott, den wir mit Freude und Staunen anbeten könnten.

Hiobs Monolog gibt Zeugnis darüber, dass er nicht die Weisheit hat, von der in Kapitel 28 die Rede ist. Er glaubt in Kapitel 31 sogar, dass er weiser ist als Gott, wenn er meint, er könne Gott in eine Zwickmühle bringen. Hiob steht am Ende schuldig vor Gott da. Wenn Gott ihm antworten sollte, dann ist zu erwarten, dass er ihn streng in die Schranken weist. Genau das ist auch, was Gott dann tut, als er Hiob antwortet. Gott zu fürchten beinhaltet, das Böse zu meiden. Darin hat Hiob sich im Vergleich zu seinen Mitmenschen als großes Vorbild erwiesen. Seine falsche Theologie des TEZ verführt ihn aber dazu, sich über Gott zu erheben. Auch wir stehen in der Gefahr, uns über Gott zu erheben, wenn wir bestimmte Aspekte seiner Offenbarung in unserer Weltanschauung bewusst oder unbewusst ausklammern. Dies kann etwa die Vorstellung sein, man könnte im Blick auf die Errettung die Gnade Gottes mit einem Prinzip verdienstlicher Werke kombinieren. Oder man leugnet, dass Gott ein dreieiniger Gott ist, weil das für den menschlichen Verstand unlogisch erscheint. Oder man kommt in dem Spannungsfeld von Gottes Souveränität und der menschlichen Verantwortlichkeit zu falschen Schlussfolgerungen, etwa wenn Gott souverän ist, dann kann er uns nicht sinnvoll zu etwas auffordern; oder wenn wir verantwortlich sind, dann wird Gott zum bloßen Zuschauer unserer Entscheidungen. Es ist wichtig, dass wir dies anerkennen: Gott offenbart sich in der Bibel, vor allem dem Evangelium; er gibt sich uns dort zu erkennen, so dass wir ihm vertrauen und anbeten können. Wir können aber Gott mit der Bibel in der Hand nicht meistern, das heißt in ein theologisches System zwängen.

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